Ursachen des felinen Diabetes
Die Ursachen für feline Diabetes mellitus sind vielfältig und können sich gegenseitig beeinflussen. Meist handelt es sich um eine Kombination aus genetischer Veranlagung, Lebensstilfaktoren und anderen Erkrankungen
Übergewicht
Übergewicht ist die häufigste Ursache des Katzendiabetes.
Fettgewebe setzt entzündungsfördernde Stoffe frei und macht eine Insulinresistenz.
Bewegungsmangel
Trägt zu Übergewicht und Insulinresistenz bei.
Hauskatzen die nicht nach draussen gehen sind oftmals betroffen.
Genetische Veranlagung
Manche Katzenrassen sind prädisponiert. Burma, Norwegische Waldkatzen und Abessinier sind erhöhtem Risiko ausgesetzt.
Hormonelle Erkrankungen
Krankheiten die den Hormonhaushalt stören, führen oftmals zu Diabetes. (Cushing, Hypersomatotrpismus, Schilddrüse)
Medikamente
Langfristige oder zu hoch dosierte Gabe von Kortikosteroiden (Kortison). Sogenannte diabetogene Medikamente führen zu Insulinresistenz.
Pankreatitis
Chronische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) kann zu Zerstörung der Insulinproduzierenden Zellen (B-Zellen) führen.
Alter
Katzen die älter als 7 Jahre alt sind, sind häufiger betroffen. Mit dem Alter sinkt die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin.
Ernährung
Futter mit hohem Kohlenhydratanteil (v. a. Trockenfutter) kann das Risiko erhöhen.
Katzen sind obligate Fleischfresser – ihre Stoffwechselphysiologie ist nicht auf Zucker eingestellt.
Fazit:
Katzendiabetes entsteht meist durch Insulinresistenz, die durch Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder hormonelle Störungen begünstigt wird. Auch genetische Faktoren und bestimmte Medikamente spielen eine Rolle.